Refugee Law Clinic Tübingen

Refugee Law Clinic – „Human Rights Law in Practice“

Die Juristische Fakultät der Universität Tübingen bietet ab dem Sommersemester 2016 in Kooperation mit dem Career Service und der studentischen Rechtsberatung Law&Legal e.V. eine Refugee Law Clinic „Human Rights Law in Practice“ an.

Im Rahmen der RLC vertiefen die Studierenden zunächst Ihre Fachkenntnisse im Bereich des Ausländer- und Asylrechts und erwerben des Weiteren interdisziplinäre Schlüsselqualifikationen wie z.B. Trauma-Awareness und Beratungskompetenz, bevor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der RLC unter Anleitung und Supervision von erfahrenen Praktikern selbst als Berater aktiv werden können.

Für die Teilnahme an der Beratungsdienstleistung sind einige Veranstaltungen Pflicht, die von verschiedenen Professorinnen und Professoren bzw. erfahrenen Praktikern geleitet werden. Bei einer erfolgreichen Teilnahme an der RLC wird ein Zertifikat ausgestellt.

Interner Bereich und Vorlesungsunterlagen

Mitmachen

Die Teilnahme am Ausbildungsprogramm und der darauf folgenden Tätigkeit in der Refugee Law Clinic setzt mindestens das Bestehen der Zwischenprüfung und den Abschluss des dritten Fachsemesters voraus. Besonderer Wert wird auf grundlegende Kenntnisse im allgemeinen Ver-waltungsrecht gelegt. Möchten Sie sich an der neuen RLC pro bono engagieren und Ihr Wissen praktisch anwenden? Die Unterlagen sind elektronisch in einer PDF unter der folgenden Mailadresse einzureichen: tuebingen@lawandlegal.de

Bewerbungsschluss ist der 31. 03. 2017.

Zur Bewerbung benötigen Sie:

  • Immatrikulationsbescheinigung
  • Motivationsschreiben (bis zu 1,5 Seiten)
  • Tabellarischer Lebenslauf

Das Leitungsteam

Monika Bach
Leiterin der RLC

6. Semester
Schwerpunkt: Internationales öffentliches Recht

Louisa Kunkel
Ressortleiterin für Beratung und Koordinatorin der Anhörungs-vorbereitung

6. Semester
Schwerpunkt: Internationales öffentliches Recht

Kieran Berger
Finanzvorstand und Ressortleiter für International Relationships

9. Semester
Schwerpunkt: Internationales öffentliches Recht

Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft über die Refugee Law Clinic (RLC) übernimmt Herr Professor Dr. Jochen von Bernstorff, LL.M., Inhaber des Lehrstuhls für Staatsrecht, Völkerrecht, Verfassungslehre und Menschenrechte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.

Vizepräsident des VG Sigmaringen, Prof. Wolfgang Armbruster

Ich freue mich sehr, dass sich nach der ersten Netzwerktagung der RLCs bundesweit an der Kath. Akademie in Weingarten 2015 nunmehr auch in Tübingen eine Refugee Law Clinic (RLC) etabliert hat und ich diese in ihrer Arbeit durch meine Vorlesungstätigkeit an der Universität Tübingen unterstützen kann.

Prof. Dr. Michael Droege

Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht: Verwaltungsrecht, Religionsverfassungs- und Kirchenrecht sowie Steuerrecht

Ablauf der Law Clinic

Die Ausbildung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der RLC findet über einen Zeitraum von zwei Semestern statt. Der Einstieg in die RLC ist jeweils zum Sommersemester eines jeden Jahres möglich. Innerhalb dieser zwei Semester werden theoretische Grundkenntnisse des Migrationsrechts, der Menschenrechte und interkulturelle Kompetenzen vermittelt, die Voraussetzung für  eine spätere beratende Tätigkeit innerhalb der RLC sind. Ein praktischer Ausbildungsteil ist ebenfalls verpflichtend zu absolvieren.

 

I. Vorlesungsteil

Blockveranstaltungen oder semesterbegleitend

  • Migrationsrecht I
  • Migrationsrecht II
  • Völkerrecht III/Internationaler Menschenrechtsschutz

II. Interdisziplinärer Teil

Blockveranstaltungen

  • Trauma-Awareness, interkulturelle und interreligiöse Kompetenz
  • Beratungskompetenz (Beratung mit Dolmetschern)
  • Länderinformation (Herkunft)

III. Praktischer Teil

Blockveranstaltungen

  • Praktische Tätigkeit im Rahmen institutionalisierter Flüchtlingsberatung (Diakonie/Caritas etc., Asylzentrum Tübingen, Reutlingen)
  • Praxis-Workshop unter Anleitung von RA Manfred Weidmann

IV. Jour Fixe- Supervision

Monatlicher Jour Fixe

  • Konkreter Termin wird am Anfang eines jeden Semesters nach Absprache mit den Teilnehmern festgelegt

Ihre Vorteile im Studium

Schwerpunktbereichsprüfung

Nach § 19 IV StudPrO 2012 der Juristischen Fakultät der Universität Tübingen setzt sich der Klausurstoff der Schwerpunktbereichs 4a  (Internationales öffentliches Recht) aus vier Pflichtlehrveranstaltungen zusammen. Die Pflichtvorlesung „Völkerrecht III“ wird durch die Teilnahme an der RLC abgedeckt.  Des Weiteren erhalten Sie durch die Teilnahme an der RLC vertiefende Kenntnisse im Bereich Völkerrecht/Menschenrechte, die sowohl für die schriftliche als auch mündliche Prüfung im Schwerpunktbereich von essentieller Bedeutung sein können.

Praxisbezogenes Studieren

Durch die Teilnahme an der RLC festigen Sie ihr im Studium erworbenes Wissen im allgemeinen und besonderen Verwaltungsrecht (Asylrecht) sowie im Verwaltungsprozessrecht. Des Weiteren erwerben Sie im interdisziplinären Teil der Ausbildung Kompetenzen, die in Ihrer weiteren beruflichen Laufbahn sicher von Nutzen sein werden. Dazu gehören u.a. rhetorische Fähigkeiten, Konflikt- und Verhandlungsmanagement und Mandantenorientierung. Schlussendlich profitieren Sie von der engen Betreuung durch erfahrene Praktiker und wertvolle Kontakte für die Zukunft knüpfen können.  Ach ja – und Spass macht die Teilnahme an einer solchen RLC natürlich auch!

Zulassungsvoraussetzung: Erste Juristische Prüfung

Die Workshops des interdisziplinären Teils der RLC können als Lehrveranstaltung zur Vermittlung interdisziplinärer Schlüsselqualifikation gemäß § 3 V JaPrO BaWÜ angerechnet werden.

Zertifikat Refugee Law Clinik „Human Rights Law in Practice“

Nach Durchlauf des kompletten Ausbildungsprogramms kann ein Zertifikat erworben werden. Die Ausstellung des Zertifikats setzt die regelmäßige Teilnahme an den Vorlesungen, den Schlüsselqualifikationen und die Absolvierung des praktischen Teils sowie eine noch näher zu bestimmende Anzahl von Beratungen und Erarbeitung von Schriftstücken voraus.