1. Rechtliches Problem, Beratungsanfrage über Internetformular

Sie haben ein rechtliches Problem? Senden Sie uns eine Beratungsanfrage über unser Formular, in welchem Sie dieses kurz beschreiben.

2. Rechtsgutachten, Ausarbeitung einer Strategie, rechtliche Vertretung, Anspruchsdurchsetzung

Anschließend erstellen wir anhand der evaluierten Tatsachen ein Rechtsgutachten, aus dem hervorgeht, welche Ansprüche und Rechte wir für Sie geltend machen können. Auf dieser Grundlage besprechen wir mit Ihnen das weitere Vorgehen in Ihrem Fall. Beispielsweise setzen wir Schreiben an die Gegenseite auf. Dabei ist Ziel unserer Beratung stets, eine außergerichtliche, für alle Parteien zufriedenstellende Lösung zu erreichen. Eine gerichtliche Vertretung ist uns in der Regel leider nicht möglich.

3. Annahme der Anfrage

Erreicht uns Ihre Beratungsanfrage mitsamt kurzer Schilderung des Sachverhalts über das Kontaktformular unserer Homepage, überprüft die zuständige Ressortleitung am Standort, inwiefern wir als studentische Rechtsberatung den Fall im Hinblick auf Arbeitsaufwand und Streitwert übernehmen können.

Entscheiden wir uns für die Annahme Ihres Falles, bilden wir ein Team aus zwei oder drei ihren Bedürfnissen entsprechend fachlich qualifizierten Vereinsmitgliedern. Diese setzen sich mit Ihnen in Kontakt, um rasch ein erstes Treffen zur Aufnahme des Sachverhaltes und der Klärung der relevanten Rechtsfragen zu vereinbaren.

Wir arbeiten dabei grundsätzlich datenschutzkonform.

4. Überprüfung durch eine Volljuristin oder einen Volljuristen

Um Ihnen zusätzliche Rechtssicherheit zu gewährleisten, arbeiten wir während des gesamten Beratungsprozesses mit Personen, die die Befähigung zum Richteramt haben, zusammen.

5. Gespräch zur Sachverhaltsaufnahme

Im Rahmen eines persönlichen Treffens schildern Sie uns Ihr rechtliches Problem im Detail. Können wir Ihnen helfen, wird im Anschluss die Mandatsvereinbarung unterzeichnet, welche die Rahmenbedingungen für unser Beratungsverhältnis festsetzt. Hierin bestätigen Sie Ihre Kenntnis darüber, dass wir lediglich Studierende der Rechtswissenschaft sind und wir deshalb im Rahmen unserer Beratungstätigkeit nur beschränkt haften. Für Sie fallen dabei zu keinem Zeitpunkt Kosten an.

6. Überprüfung durch eine Volljuristin oder einen Volljuristen

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dieses Verfahren eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit für den Ausgang Ihres Falles verspricht.

Im Einzelfall kann es Abweichungen von dem angezeigten Ablauf geben.

In welchen Gebieten beraten wir?

Unser Beratungsfeld erstreckt sich auf die folgenden Rechtsgebiete:

  • Allgemeines Vertragsrecht
  • Kaufrecht (Rücktritt; Widerrufs- und Rückgaberecht)
  • Mietrecht
  • Sachenrecht
  • Erb- und Familienrecht
  • Arbeits- und Sozialrecht
  • Gesellschaftsrecht
  • Urheberrecht und Gewerblicher Rechtsschutz
  • Verwaltungsrecht
  • Asylrecht (bislang nur in Bayreuth)
 
Kein Strafrecht und kein Steuerrecht

Beispielfälle

Damit Sie sich einen Eindruck von unserer Tätigkeit verschaffen können, hier eine Auswahl von unseren Mandaten:

Haben Sie noch Fragen?

Hier beantworten wir die häufigsten Fragen.

“Law&Legal Studentische Rechtsberatung e.V.” ist der vollständige Name unseres gemeinnützigen eingetragenen Vereins mit Sitz in Tübingen.

Die rechtliche Grundlage für unsere Tätigkeit bildet § 6 RDG (Rechtsdienstleistungsgesetz), der es erlaubt, außergerichtliche und unentgeltliche Rechtsberatung zu erbringen, wenn dabei eine Betreuung und Anleitung durch einen „Volljuristen“ stattfindet. Dies geschieht bei Law&Legal durch Partnerschaften mit Kanzleien, Anwälten und anderen Juristen, welche zum Teil unseren Vereinsbeirat bilden.

Erfolgt die Beratung hingegen innerhalb familiärer, nachbarschaftlicher oder ähnlich enger persönlicher Beziehungen (also bspw. auch innerhalb des Freundeskreises) ist nach § 6 Abs. 2 S.1 RDG die Anleitung eines Juristen nicht erforderlich.

§ 6 Rechtsdienstleistungsgesetz: Unentgeltliche Rechtsdienstleistungen

(1) Erlaubt sind Rechtsdienstleistungen, die nicht im Zusammenhang mit einer entgeltlichen Tätigkeit stehen (unentgeltliche Rechtsdienstleistungen).

(2) Wer unentgeltliche Rechtsdienstleistungen außerhalb familiärer, nachbarschaftlicher oder ähnlich enger persönlicher Beziehungen erbringt, muss sicherstellen, dass die Rechtsdienstleistung durch eine Person, der die entgeltliche Erbringung dieser Rechtsdienstleistung erlaubt ist, durch eine Person mit Befähigung zum Richteramt oder unter Anleitung einer solchen Person erfolgt. Anleitung erfordert eine an Umfang und Inhalt der zu erbringenden Rechtsdienstleistungen ausgerichtete Einweisung und Fortbildung sowie eine Mitwirkung bei der Erbringung der Rechtsdienstleistung, soweit dies im Einzelfall erforderlich ist.

Das Rechtsdienstleistungsgesetz finden Sie im Volltext hier. Die Vereinbarkeit unserer studentischen Pro-Bono-Rechtsberatung mit dem Rechtsdienstleistungsgesetz ist uns ein wichtiges Anliegen. Deshalb betreiben wir ständig Rechts-Monitoring, um alle neuen Vorgaben, Regelungen oder Änderungen in der Rechtsprechung identifizieren und gegebenenfalls unsere Vereinssatzung und Beratungspraxis entsprechend anpassen zu können.

Hier eine Auswahl von Aufsätzen, die sich mit den rechtlichen Grundlagen der studentischen Pro-Bono-Rechtsberatung befassen:

Umfassend: „Die pro bono Rechtsberatung durch Studierende (Teil 1) – Maßstab, Umfang und Grenzen“ sowie „Die pro bono Rechtsberatung durch Studierende (Teil 2) – Praktischer Abaluf der Beratung, Umfang und Risiken“ von Dr. Jonas Bühler und Joel Straub, in: JURA 2021, 903 ff. sowie 1054 ff.
„Studentische Rechtsberatung in Deutschland“ von stud. iur. Jakob Horn, Jena, in: JA 2013, 644.
„Legal Clinics im Jura-Studium und rechtlicher Rahmen im RDG“ von Prof. Dr. Andreas Piekenbrock, Heidelberg, in: AnwBl 2011, 848 – 853
„Unentgeltliche Rechtsberatung durch Laien nach dem RDG“ von Rechtsreferendarin Ann-Kathrin Wreesmann und Prof. Dr. Martin Schmidt-Kessel, Osnabrück, in: NJOZ 2008, 4061 – 4072 und NJW 2008, 3389 – 3390.
„Die Anleitung studentischer Rechtsberatungen nach § 6 Abs. 2 RDG und damit zusammenhängende Haftungsrisiken“ von Julius Späth und Marcel Vollmerhausen in JURA 2020, S. 783

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